App Summer Camp – die Zukunft mitgestalten

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„Wer programmieren kann, gestaltet die Zukunft“, sagt Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin von Hamburg, und zitiert damit das formulierte Ziel von App Camps. Sie fügt hinzu: „Aber jetzt bin ich gespannt, was ihr entwickelt habt.“ Damit ist der Moment gekommen, auf den die 21 Schülerinnen hingearbeitet haben. Vor ihren Eltern, Freunden und der Politikerin Katharina Fegebank zeigen die Mädchen, welche App sie in unserem dreitägigen „App Summer Camp“ programmiert haben. Auch Google-MitarbeiterInnen haben zugeschaut, denn die Google Zukunftswerkstatt war einer unserer Unterstützer. Für das App Summer Camp durften wir die klimatisierten Räume von Google nutzen.

„Wir sind so stolz auf euch“, ist der häufigste Satz, den wir, genau wie die sieben ehrenamtlichen Mentorinnen, an dem Präsentationstag sagten. Die Mädchen haben es geschafft mit kaum beziehungsweise keinen Vorkenntnissen funktionsfähige Android-Apps mit dem MIT Appinventor umzusetzen.

Die Apps: Von Schulplaner bis Snake-Spiel

Wichtig war uns, dass die Entwicklerinnen ein Ziel formulieren und ein Problem mit der eigenen App lösen. Dementsprechend stammten einige Ideen aus ihrem Alltag. So waren zwei von acht Ideen zum Thema Schule. Ein cleverer Schulplaner (ClevererSchulplaner und Smartplanner), in dem Hausaufgaben gespeichert und Tipps und Tricks angezeigt werden.

Die anderen Teams entwickleten ein eigenes Blumen-Lexikon (MyGarden), zwei Apps mit einer interaktiven Karte mit Sehenswürdigkeiten (CityExplorer und Travelpedia), das ehemalige Nokia-Handy-Spiel „Snake“ (SnakeIt) und eine App zum spielerischen Kuchenbacken (BakeTheCake).

„Das ist wie Puzzeln für Fortgeschrittene“, kommentierte eine Teilnehmerin das Programmieren. Mit dieser Aussage liegt sie gar nicht so falsch. Denn beim Puzzlen müssen die passenden Stücke miteinander verbunden werden und nur mit allen Elementen ergibt sich ein Bild. Vereinfacht gesagt, wirken die einzelnen Befehle und Anweisungen bei der Programmierung genau so. Und am Ende entsteht in unserem Fall optisch eine funktionsfähige App. Im Appinventor sehen die einzelnen Blöcke sogar wie Puzzleteile aus.

Die Vorbereitung: Tag 1 und 2

Um die Grundlagen zu erlernen, haben die Schülerinnen am ersten Tag (25. Juli 2018) einige Apps, zum Beispiel eine Wahrheitskugel- oder eine Zeichen-App nachgebaut. Zur einfachen Einarbeitung, haben sie die App Camps Unterrichtsmaterialien zur App Entwicklung mit dem MIT App Inventor genutzt. Die Mentorinnen haben sie dabei unterstützt.

Standup

Am zweiten Tag stellten die Teilnehmerinnen ihre eigenen App-Ideen in einem einminütigen Pitch vor. Danach konnten sie sich in Teams für eine entscheiden und bekamen eine betreuende Mentorin zur Seite gestellt. Dann starteten sie mit ersten Skizzen, dem letztendlichen Konzept und der Umsetzung.

Die Mentorinnen: Wie wird man Entwicklerin?

Die Wege der ehrenamtlichen Mentorinnen Richtung Programmierung sind sehr unterschiedlich. Am ersten Tag erzählten sie davon und wurden so zum Vorbild. „Wie gut müssen die Noten sein?“, „Was macht ihr damit?“, „Wie seid ihr dahin gekommen?“ – all das waren nur einige Fragen, die die Schülerinnen interessierten.

Einige haben Medieninformatik studiert, eine Medizininformatik, wieder eine andere Journalistik. Häufig durch unbewusste Momente, wie eine Pflichtveranstaltung, entdeckten sie, dass beispielsweise App- oder Web-Entwicklung Spaß macht. Vorab hatten sie dieses Feld für sich aber gar nicht auf dem Schirm – jetzt möchten sie es nicht mehr missen.

Mentorinnen App Summer Camp 2018

Ausblick: Weiter Apps programmieren

Immer wieder fragten uns die begeisterten Teilnehmerinnen, wie es nach dem „App Summer Camp“ weitergehen kann, wenn sie weiter Apps entwickeln möchten. Hier haben alle Interessierten, also vielleicht auch du oder deine Töchter, die Chance, sich auf einen Platz beim Mädchen Digital Club zu bewerben, der im September stattfindet. Außerdem findet im Oktober die Code Week in Hamburg.

Katharina Fegebank App Summer Camp

Katharina Fegebank ist nicht nur Hamburgs Zweite Bürgermeisterin, sondern auch Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung. Sie kennt die Problematik, dass die Entwickler-Szene von Männern dominiert wird. „Es ist ganz wichtig, dass auch Mädchen und junge Frauen programmieren. Damit habt ihr heute einen wichtigen Schritt gemacht.“

Danke für die Unterstützung

An dieser Stelle möchten wir uns auch noch bei den Unterstützern des App Summer Camps bedanken: Otto, Jimdo, Google Zukunftswerkstatt, Smaato, nextmedia Hamburg und XING haben das App Summer Camp finanziell unterstützt. Herzlichen Danke dafür.

Und vielen lieben Dank auch an die großartigen Mentorinnen – tolle Tech Frauen und Rollenmodelle für die Schülerinnen!

Sponsoren App Summer Camp 2018

Credits:

  • Danke an Johanna Daher für diesen Artikel.
  • Bilder: Philipp Knodel, Diana Knodel

 

 

Schülerinnen entwickeln bei QAware Spiele und Grußkarten mit Scratch

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Das App Camps Team beteiligt sich immer gerne am Girlsday. Aber nicht nur wir – auch andere Firmen und Hochschulen bieten Kurse unter dem Motto „Programmieren lernen beim Girlsday“ an.  Zum Beispiel haben die Mädels bei QAware beim Girlday Spiele und Grußkarten mit Scratch entwickelt. Unsere Unterrichtsmaterialien stellen wir dafür immer sehr gerne zur Verfügung. Wir haben mit Christoph, Softwarearchitekt bei QAware, gesprochen.

Was macht QAware, wenn ihr nicht gerade einen Girlsday organisiert?

QAware ist ein Projekthaus für Softwaretechnik. Wir analysieren, renovieren, erfinden und realisieren Softwaresysteme für Kunden, deren Erfolg von IT abhängt. Und wir möchten mehr junge Menschen für IT-Berufe begeistern – z.B. mit dem Girlsday oder unserem Schülerstipendium Informatik.

Wie viele Mädchen haben bei euch am Girlsday teilgenommen?

Zwei.

Mit welchen Unterlagen habt ihr gearbeitet?

Im Scratch Kurs Sitzung 1 und 2. Außerdem Teile der ersten Einheit vom Daten Kurs.

Wie hat es den Teilnehmerinnen und euch gefallen?

Die Teilnehmerinnen fanden es klasse, mit Scratch schnell eigene Programme zu erstellen. Die geführten Aufgabenstellungen haben dabei geholfen, nicht vor dem „Leere-Leinwand-Problem“ zu stehen. Mir als Betreuer hat sehr gefallen zu sehen, wie begeistert die beiden immer schwierige Aufgaben gelöst und sich beinahe ohne Steuerung von meiner Seite durch die Konzepte gearbeitet haben.

Welchen Tipp habt ihr für Mädchen, die gerne weitermachen wollen?

Wer Interesse an unserem Schülerstipendium Informatik hat: Bewerben können sich Informatik-begeisterte Schülerinnen und Schüler, die aktuell die 10. oder 11. Klasse besuchen und im Raum München wohnen. Bewerbungen bitte mit Anschreiben, Zeugnis und Lebenslauf bis 18. Mai 2018 an ich@qaware.de.

Offenbar hatten die zwei Mädels bei QAware viel Spaß. Das freut uns! Danke, lieber Christoph, für das Interview und eure tolle Arbeit!

Du willst auch einen Scratch Workshop anbieten?

Infos zu den kostenlosen Unterlagen zum Thema Scratch findest du hier. Außerdem findest du hier eine Übersicht aller Unterrichtsmaterialien von App Camps.

 

Programmieren lernen beim Girlsday

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Beim Girls’Day geht es darum, Mädchen Einblicke in Berufe zu geben, in denen bislang wenige Frauen vertreten sind. Wir machen seit vielen Jahren mit und bieten Programmierworkshops an unter dem Motto: „Programmieren lernen beim Girlsday“.

Dieses Jahr haben wir gemeinsam mit Google in Berlin für insgesamt 50 Schülerinnen zwischen 10 und 12 Jahren einen App Workshop angeboten. Nach einer kurzen Einführung und Vorstellung des App Inventors ging es auch direkt los: Die Schülerinnen arbeiteten jeweils zu zweit und haben Katzen miauen und Hunde bellen lassen. Dabei ging es nicht nur ums Programmieren, sondern um wichtige Kompetenzen: Kooperation, Kreativität und Problemlösefähigkeit. Die Schülerinnen hatten viel Spaß – und wir auch! Danke an alle fürs Mitmachen!

Programmieren lernen beim Girlsday

Programmieren lernen beim Girlsday – App Camps in Berlin, Mainz, Stuttgart und Hamburg

Was uns besonders freut: Auch andere Girlsday Anbieter haben mithilfe unserer Unterlagen am 26. April mit Mädchen programmiert. In Hamburg, Berlin und Essen fanden bei verschiedenen Unternehmen ebenfalls Girlsday Veranstaltungen mit unseren Unterlagen statt: Es wurden animierte Grußkarten sowie Spiele in Scratch programmiert und Apps entwickelt.

Ein großes Kompliment für die Unterrichtsinhalte! Die Mädchen (keine Programmiererfahrung) haben bei der Geburtstagskarte Feuer gefangen und die zweite Aufgabe fast selbstständig gelöst.

28 Mädchen entwickeln Apps bei moovel

Moovel hat an drei Standorten zum Girlsday eingeladen und mit Schülerinnen Apps entwickelt.

Im Interview mit Flo erfahrt ihr mehr:

Zunächst interessiert uns: Was macht moovel, wenn ihr nicht gerade einen Girlsday organisiert?

Bei moovel dreht sich alles um die Mobilität in Städten. Mit unserer App helfen wir dir, möglichst schnell und einfach deinen Weg durch die Stadt zu finden.

Wie viele Mädchen haben bei euch am Girlsday teilgenommen?

Bei uns haben ingesamt 28 Mädchen in unseren Büros in Berlin, Hamburg und Stuttgart teilgenommen.

Mit welchen Unterlagen habt ihr gearbeitet?

Wir haben die App-Entwicklung mit dem App Inventor genutzt. Die Teilnehmerinnen haben bei uns als Pairs in Zweiergruppen gearbeitet.Dazu hatten wir ihnen vorab einen Account für den App Inventor vorbereitet. Anhand der Lernkarten haben sie sich dann sehr eigenständig durch das Material arbeiten können. Für Fragen standen wir natürlich jederzeit zur Verfügung.
In etwas weniger als 5 Stunden haben die meisten Gruppen so die ersten 3-4 Aufgaben gelöst und waren auch am Ende noch mit Begeisterung an der Spiele- oder Quiz-App.

Wie hat es den Teilnehmerinnen und euch gefallen?

Alle hatten riesigen Spaß – sowohl die Mädchen wie auch wir. Die Mädchen waren am Ende des Girls’Days enorm stolz selbst Apps entwickelt zu haben, die sie auf ihren eigenen Geräten mit nach Hause nehmen konnten. Wir Erwachsene waren beeindruckt, wie konzentriert und motiviert die Teilnehmerinnen auch am Ende eines langen Tages noch gearbeitet haben.

Fazit: Wir freuen uns sehr, dass unsere Unterrichtsmaterialien mehr und mehr genutzt werden. Natürlich in den Schulen – aber auch darüber hinaus. Danke an alle, die sich für den Nachwuchs engagieren.

Wer sich für unsere Unterrichtsmaterialien interessiert, findet hier geeignete Unterlagen, die kostenlos genutzt werden können:

Rückblick: So war der erste Digital Summit für Lehrkräfte

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Am 1. März war es endlich soweit: Der erste Digital Summit für Lehrkräfte fand statt. 160 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Teilen Deutschlands reisten nach Hamburg. Ursprünglich hatten wir mit 80 Plätzen geplant. Aufgrund des großen Interesses (fast 300 Bewerbungen) verdoppelten wir die Plätze und verschickten 160 Zusagen. Der Digital Summit für Lehrkräfte war toll – hier seht ihr eine kurze Zusammenfassung der Veranstaltung:

Volles Programm beim Digital Summit für Lehrkräfte

Um 12 Uhr startete die Veranstaltung mit einem Mittagssnack, Kennenlernen und ersten Gesprächen. Nach der Begrüßung durch Diana und Philipp Knodel von App Camps und Julia André von der Körber-Stiftung nahm Svenia Busson das Publikum mit auf eine Weltreise zu digitalen Bildungsinnovationen. Svenia Busson besuchte verschiede Länder in der Welt und stellte einige Beispiele vor.

Danach ging es weiter mit Mirko Drotschmann. Als MrWissen2Go ist Mirko einer der erfolgreichsten deutschen Youtuber und veröffentlicht Videos zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Über 600.000 Abonnenten folgen seinem Kanal. Die meisten davon sind Schülerinnen und Schüler. Im Gespräch ging es unter anderem um die Wunschthemen von Jugendlichen und Tipps für gute Erklärvideos.

Nach den Vorträgen verteilten sich die Teilnehmenden je nach Farbe des Namensschilds auf Shuttle-Busse und Workshopräume. Sechs Gruppen besuchten Hamburger Digitalunternehmen, zwei Gruppen blieben in den Räumen der Körber-Stiftung für Workshops.

Lehrkräfte besuchen Hamburger Digitalunternehmen

Neben traditionsreichen Hamburger Unternehmen wie der Otto Group öffneten auch jüngere Hamburger Unternehmen wie Jimdo, XING und Facelift ihre Türen. Und auch Google und Facebook aus dem Silicon Valley waren mit von der Partie. Das Startup Watchado aus Wien war ebenfalls vertreten – aufgrund der Distanz mit einem Workshop des Gründers Ali Mahlodji.

Neben den Firmenbesuchen fand auch ein Scratch Workshop statt. Dort hatten Lehrkräfte die Möglichkeit, App Camps Unterrichtsmaterialien zum Thema Scratch kennenzulernen und eigene Geburtstagskarten oder Spiele zu programmieren.

Nach einer Kaffeepause mit Zeit zum Austausch gab es zum Abschluss ein hochkarätig besetztes Abschlusspanel. Prof. Dr. Christoph Igel (Professor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), Petra Scharner-Wolff (Vorständin Otto Group) und Ali Mahlodji (Gründer Watchado) folgten der Einladung in die Körber Stiftung. Im Gespräch ging es unter anderem um Herausforderungen des digitalen Wandels für Unternehmen und die Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Der Digital Summit für Lehrkräfte 2019

Wie geht es weiter? Wir haben die Teilnehmenden befragt und die Meinung war klar: 98% würden die Veranstaltung wieder besuchen. Das freut uns sehr – denn auch wir wollen, dass es in Zukunft mehr Austausch zwischen Lehrkräften und Mitarbeitenden in Unternehmen gibt. Um miteinander und voneinander zu lernen – und um die die Schülerinnen und Schüler für unsere digitale Zukunft fit zu machen. Und falls wir einen Digital Summit für Lehrkräfte 2019 gibt, haben wir schon viele Ideen! Interessierte finden hier Infos zum (nächsten) Digital Summit.

Wir danken allen Teilnehmenden, der Körber Stiftung für die tolle Zusammenarbeit und allen Helferinnen und Helfern, ohne die der Digital Summit für Lehrkräfte nicht hätte stattfinden können.

Hier noch einige Bilder des Digital Summit für Lehrkräfte 2018: