Rückblick: So war der erste Digital Summit für Lehrkräfte

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Am 1. März war es endlich soweit: Der erste Digital Summit für Lehrkräfte fand statt. 160 Lehrerinnen und Lehrer aus allen Teilen Deutschlands reisten nach Hamburg. Ursprünglich hatten wir mit 80 Plätzen geplant. Aufgrund des großen Interesses (fast 300 Bewerbungen) verdoppelten wir die Plätze und verschickten 160 Zusagen. Der Digital Summit für Lehrkräfte war toll – hier seht ihr eine kurze Zusammenfassung der Veranstaltung:

Volles Programm beim Digital Summit für Lehrkräfte

Um 12 Uhr startete die Veranstaltung mit einem Mittagssnack, Kennenlernen und ersten Gesprächen. Nach der Begrüßung durch Diana und Philipp Knodel von App Camps und Julia André von der Körber-Stiftung nahm Svenia Busson das Publikum mit auf eine Weltreise zu digitalen Bildungsinnovationen. Svenia Busson besuchte verschiede Länder in der Welt und stellte einige Beispiele vor.

Danach ging es weiter mit Mirko Drotschmann. Als MrWissen2Go ist Mirko einer der erfolgreichsten deutschen Youtuber und veröffentlicht Videos zu politischen und gesellschaftlichen Themen. Über 600.000 Abonnenten folgen seinem Kanal. Die meisten davon sind Schülerinnen und Schüler. Im Gespräch ging es unter anderem um die Wunschthemen von Jugendlichen und Tipps für gute Erklärvideos.

Nach den Vorträgen verteilten sich die Teilnehmenden je nach Farbe des Namensschilds auf Shuttle-Busse und Workshopräume. Sechs Gruppen besuchten Hamburger Digitalunternehmen, zwei Gruppen blieben in den Räumen der Körber-Stiftung für Workshops.

Lehrkräfte besuchen Hamburger Digitalunternehmen

Neben traditionsreichen Hamburger Unternehmen wie der Otto Group öffneten auch jüngere Hamburger Unternehmen wie Jimdo, XING und Facelift ihre Türen. Und auch Google und Facebook aus dem Silicon Valley waren mit von der Partie. Das Startup Watchado aus Wien war ebenfalls vertreten – aufgrund der Distanz mit einem Workshop des Gründers Ali Mahlodji.

Neben den Firmenbesuchen fand auch ein Scratch Workshop statt. Dort hatten Lehrkräfte die Möglichkeit, App Camps Unterrichtsmaterialien zum Thema Scratch kennenzulernen und eigene Geburtstagskarten oder Spiele zu programmieren.

Nach einer Kaffeepause mit Zeit zum Austausch gab es zum Abschluss ein hochkarätig besetztes Abschlusspanel. Prof. Dr. Christoph Igel (Professor am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz), Petra Scharner-Wolff (Vorständin Otto Group) und Ali Mahlodji (Gründer Watchado) folgten der Einladung in die Körber Stiftung. Im Gespräch ging es unter anderem um Herausforderungen des digitalen Wandels für Unternehmen und die Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Der Digital Summit für Lehrkräfte 2019

Wie geht es weiter? Wir haben die Teilnehmenden befragt und die Meinung war klar: 98% würden die Veranstaltung wieder besuchen. Das freut uns sehr – denn auch wir wollen, dass es in Zukunft mehr Austausch zwischen Lehrkräften und Mitarbeitenden in Unternehmen gibt. Um miteinander und voneinander zu lernen – und um die die Schülerinnen und Schüler für unsere digitale Zukunft fit zu machen. Und falls wir einen Digital Summit für Lehrkräfte 2019 gibt, haben wir schon viele Ideen! Interessierte finden hier Infos zum (nächsten) Digital Summit.

Wir danken allen Teilnehmenden, der Körber Stiftung für die tolle Zusammenarbeit und allen Helferinnen und Helfern, ohne die der Digital Summit für Lehrkräfte nicht hätte stattfinden können.

Hier noch einige Bilder des Digital Summit für Lehrkräfte 2018:

App Workshop in Südafrika

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Im Januar 2018 wurden wir an die Saint Mary’s School in Johannesburg eingeladen. Geplant waren eine Lehrerfortbildung für Lehrkräfte der Junior High School und der High School und ein Workshop für Schülerinnen. Zwölf Lehrerinnen und Lehrer nahmen am Teacher Training teil und hatten großen Spaß mit dem App Inventor. Das war mit Sicherheit nicht der letzte App Inventor Einsatz dieser Lehrkräfte!

Lehrergruppe

Am nächsten Tag ging es weiter mit einer Gruppe von zwölf Schülerinnen. An Tag 1 haben sie den App Inventor kennengelernt und erste eigene Apps entwickelt. Natürlich ging es erst mal los mit der berühmten Katzen App. Danach wurde es kreativ: Aus der Katze wurden Einhörner oder kleine Monster. Und einige ganz schnelle Schülerinnen haben sogar eine Wahrheitskugel App programmiert. Wow!

Schuelergruppe

Am nächsten Tag ging es dann mit einem Shuttle in das Google Büro in Johannesburg. Dort wurden wir mit Notizblock und Post-its empfangen. Es drehte sich alles um eigene App Ideen. Diese wurden vorgestellt und als Prototyp auf Papier umgesetzt. Großartige Ideen waren dabei: Von Lernapps bis hin zu Apps, um den Menschen in Kapstadt beim Wassersparen zu helfen. Aktuell herrscht dort ja die größte Wasserkrise der letzten Jahrzehnte. Die Papierprototypen wurden präsentiert und es wurde viel gefragt und viel gelacht.

Ideenvorstellung

Viel zu schnell ging der Workshop zu Ende! Die Begeisterung bleibt aber und es war mit Sicherheit nicht der letzte App Workshop an der Saint Mary’s School!

Danke für die Einladung und die großartigen Tage!

 

Gastbeitrag: App Camps Lehrerfortbildung für Schüler

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Im Dezember 2017 hat Philipp im Rahmen einer Projektgruppe an einem Gymnasium in Stuttgart eine App Camps Lehrerfortbildung für Schüler durchgeführt. Thema war App Entwicklung im Unterricht. In diesem Gastbeitrag lest ihr die Erfahrungen eines Schülers:

Die App Camps Lehrerfortbildung für Schüler

Heute war Philipp von App Camps bei uns an der Schule und hat uns im Rahmen eines Workshops das Programmieren beigebracht. Diesen Einstieg in das Programmieren gestaltete er in Form eines Unterrichts, wie er ihn Lehrern normalerweise auf Fortbildungen näher bringt. Dadurch waren wir in der Lage, das Prinzip des Unterrichtmodells von App Camps zu verstehen und haben gleichzeitig selbst etwas zum Thema „programmieren“ dazugelernt. Im folgenden erkläre ich den Ablauf einer solchen Unterrichtsstunde, damit du dir ein Bild von dieser Art von Unterricht machen kannst.

Die Unterrichtsstunde beginnt damit, dass die Klasse in einem „Stand-Up Meeting“ – ein Stehkreis vor der Tafel – die Ziele der Unterrichtsstunde gemeinsam bespricht. Das „Stand-Up Meeting“ ist ein Prinzip aus der Programmierwelt, nach dem sich die Entwickler jeden Morgen kurz im Stehen treffen und sich über den Stand ihrer Arbeit an einem gemeinsamen Projekt austauschen.

Nachdem in diesem Stand-Up Meeting das Ziel der Unterrichtsstunde mittels eines Videos gezeigt wird, begeben sich Gruppen von jeweils zwei Schülern gemeinsam an einen PC, um das Vorgegebene zu programmieren. Das Prinzip, dass immer zwei Schüler gemeinsam an einem PC arbeiten, stammt ebenfalls aus der Programmierwelt. Mittels dieses Prinzips ist es möglich, dass die eine Person den Text eintippt und die andere sich auf das Korrekturlesen des Getippten konzentrieren kann. So entstehen weniger Fehler und die Arbeit kann deutlich effizienter vonstatten gehen.Schüler programmieren Apps

Damit die Schüler das Ziel der Stunde erreichen können und die Aufgabe nicht zu schwer ist, wird das Gesamtziel in mehrere Zwischenziele aufgeteilt. Dadurch sind die Schritte verständlicher und das Lernen effektiver. Die Lösung für jedes Zwischenziel ist auf einer Lösungskarte festgehalten. Diese Lösungskarten liegen im Raum und können von den Schülern dann geholt werden, wenn man es für nötig hält, wodurch jeder in seinem Tempo arbeiten kann.

Am Ende der Schulstunde trifft sich die Klasse dann nochmals in einem Stand-Up Meeting vor der Tafel. In dieser Runde stellt dann jeder seinen Fortschritt vor und erklärt kurz, wo er noch Probleme hat oder inwieweit er die Lösung schon weiter entwickelt hat.

Reflektion

Durch den Workshop habe ich einen Einblick in die Welt der Digitalisierung bekommen. Dank App Camps bin ich nun in der Lage, selbst einfache Apps für Handys und Tablets zu programmieren.

Das Prinzip, mit dem der Unterricht gestaltet war, überzeugte mich und ist meiner Meinung nach eine sehr gute Methode, die Themen der Digitalisierung den Schülern näher zu bringen. Da jeder Schüler dadurch in seinem eigenen Tempo lernen kann und durch eine gute „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ abgesichert ist, nimmt jeder am Ende der Schulstunde ein Erfolgserlebnis mit aus dem Unterricht mit und entwickelt eventuell sogar ein weiterführendes Interesse für die Themen der Digitalisierung.

Autor: Bananenkanone
Dieser Artikel wurde bereits auf dem Blog des Autors veröffentlicht.

50 Calliope Lehrer für Hamburg

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Juhu! Im April fanden in Hamburg drei Lehrerschulungen zum Thema Calliope mini statt. Insgesamt haben 50 Lehrerinnen und Lehren von Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien daran teilgenommen.

Die Schulungen sind Teil des Hamburger Pilotprojekts. Gemeinsam mit der Körber-Stiftung statten wir 20 Schulen in Hamburg mit Calliope Klassensätzen aus. Außerdem gibt es Schulungen und Unterlagen, die im Unterricht genutzt werden können. Unsere Calliope Unterlagen können übrigens auch von allen anderen interessieren Lehrkräften kostenlos genutzt werden.

Bald werden die Geräte geliefert, dann kann es richtig losgehen! 50 Lehrerinnen und Lehrer aus Hamburg freuen sind drauf – wir auch!