Gastbeitrag: App Camps Lehrerfortbildung für Schüler

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Im Dezember 2017 hat Philipp im Rahmen einer Projektgruppe an einem Gymnasium in Stuttgart eine App Camps Lehrerfortbildung für Schüler durchgeführt. Thema war App Entwicklung im Unterricht. In diesem Gastbeitrag lest ihr die Erfahrungen eines Schülers:

Die App Camps Lehrerfortbildung für Schüler

Heute war Philipp von App Camps bei uns an der Schule und hat uns im Rahmen eines Workshops das Programmieren beigebracht. Diesen Einstieg in das Programmieren gestaltete er in Form eines Unterrichts, wie er ihn Lehrern normalerweise auf Fortbildungen näher bringt. Dadurch waren wir in der Lage, das Prinzip des Unterrichtmodells von App Camps zu verstehen und haben gleichzeitig selbst etwas zum Thema „programmieren“ dazugelernt. Im folgenden erkläre ich den Ablauf einer solchen Unterrichtsstunde, damit du dir ein Bild von dieser Art von Unterricht machen kannst.

Die Unterrichtsstunde beginnt damit, dass die Klasse in einem „Stand-Up Meeting“ – ein Stehkreis vor der Tafel – die Ziele der Unterrichtsstunde gemeinsam bespricht. Das „Stand-Up Meeting“ ist ein Prinzip aus der Programmierwelt, nach dem sich die Entwickler jeden Morgen kurz im Stehen treffen und sich über den Stand ihrer Arbeit an einem gemeinsamen Projekt austauschen.

Nachdem in diesem Stand-Up Meeting das Ziel der Unterrichtsstunde mittels eines Videos gezeigt wird, begeben sich Gruppen von jeweils zwei Schülern gemeinsam an einen PC, um das Vorgegebene zu programmieren. Das Prinzip, dass immer zwei Schüler gemeinsam an einem PC arbeiten, stammt ebenfalls aus der Programmierwelt. Mittels dieses Prinzips ist es möglich, dass die eine Person den Text eintippt und die andere sich auf das Korrekturlesen des Getippten konzentrieren kann. So entstehen weniger Fehler und die Arbeit kann deutlich effizienter vonstatten gehen.Schüler programmieren Apps

Damit die Schüler das Ziel der Stunde erreichen können und die Aufgabe nicht zu schwer ist, wird das Gesamtziel in mehrere Zwischenziele aufgeteilt. Dadurch sind die Schritte verständlicher und das Lernen effektiver. Die Lösung für jedes Zwischenziel ist auf einer Lösungskarte festgehalten. Diese Lösungskarten liegen im Raum und können von den Schülern dann geholt werden, wenn man es für nötig hält, wodurch jeder in seinem Tempo arbeiten kann.

Am Ende der Schulstunde trifft sich die Klasse dann nochmals in einem Stand-Up Meeting vor der Tafel. In dieser Runde stellt dann jeder seinen Fortschritt vor und erklärt kurz, wo er noch Probleme hat oder inwieweit er die Lösung schon weiter entwickelt hat.

Reflektion

Durch den Workshop habe ich einen Einblick in die Welt der Digitalisierung bekommen. Dank App Camps bin ich nun in der Lage, selbst einfache Apps für Handys und Tablets zu programmieren.

Das Prinzip, mit dem der Unterricht gestaltet war, überzeugte mich und ist meiner Meinung nach eine sehr gute Methode, die Themen der Digitalisierung den Schülern näher zu bringen. Da jeder Schüler dadurch in seinem eigenen Tempo lernen kann und durch eine gute „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ abgesichert ist, nimmt jeder am Ende der Schulstunde ein Erfolgserlebnis mit aus dem Unterricht mit und entwickelt eventuell sogar ein weiterführendes Interesse für die Themen der Digitalisierung.

Autor: Bananenkanone
Dieser Artikel wurde bereits auf dem Blog des Autors veröffentlicht.