Unser Jahresbericht zum Schuljahr 2017/18 ist da

Und schon wieder ist ein App Camps Jahr vergangen: Wir haben neue Unterrichtsmaterialien und neue Veranstaltungsformate entwickelt (z.B. Digital Summit für Lehrkräfte und Mädchen Digital Club) und wir haben unglaubliche 70.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Wow!

–> Mehr darüber erfahrt ihr in unserem Jahresbericht zum Schuljahr 2017/18 (PDF).

Wirkungsbericht 1718

Langsam kommen wir unserem Ziel in kleinen Schritten näher: Wir wollen, dass alle Menschen − unabhängig von Geschlecht oder sozialer Herkunft − von der Digitalisierung profitieren. Und deshalb ist es wichtig, dass Themen rund um Medienbildung und Informatik in der Schule angeboten werden.

Wir bedanken uns bei allen Lehrkräften für die tolle Zusammenarbeiten. Wir bekommen viel tolles Feedback und immer wieder Ideen für neue Unterlagen. Danke auch an unser großartiges Team, an unseren Beirat und an alle Partner und Unterstützer. Ohne euch wäre App Camps nicht das was es heute ist. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und auf die nächsten 100.000 Schülerinnen und Schüler.

Einen Überblick über das, was App Camps macht, findest du hier. Dort sind auch die Jahresberichte der letzte Jahre zu finden.

Wie man als Schüler programmieren lernen kann

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Felix ist Informatiker. Er hat bereits verschiedene Preise gewonnen, nimmt an Informatik Wettbewerben teil, engagiert sich in Open Source Projekten und als Coach bei Coding Initiativen. Das Besondere: Felix ist Schüler und 16 Jahre alt. Das macht uns natürlich neugierig. Deshalb haben wir nachgefragt und es entstand ein tolles Interview, wie man als Schüler programmieren lernen kann.

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Felix Wu, ich bin 16 Jahre alt und gehe in die elfte Klasse der Internatsschule Schloss Hansenberg im Rheingau. In meiner Freizeit mache ich viel Sport, verbringe Zeit mit Freunden und tue Dinge die mit Informatik und Computern zu tun haben. Dazu gehört Programmieren genauso wie das Erlernen der Theorie. Ich beherrsche mittlerweile mehrere Programmiersprachen und nehme regelmäßig an (inter)nationalen Wettbewerben teil. Außerdem bin ich als Tutor und Mentor auf Programmiermeetups und Events unterwegs. In letzter Zeit habe ich angefangen, Präsentationen auf Meetups zu halten, und bin auch ziemlich aktiv in der Open Source Szene. Das bedeutet, ich schreibe an Projekten mit, deren Code öffentlich zugänglich ist.

als Schüler programmieren lernen Github Projekte

„Mein Github Profil – Ganz oben das erwähnte Open-Source Projekt 30secondsofcode, welches ich mitgegründet habe.“ – Felix

Wie hast du Programmieren gelernt?

Programmieren bringe ich mir größtenteils selber bei. Das war ganz am Anfang so, und das ist auch jetzt noch so, wenn ich neue Technologien erforsche. Angefangen habe ich damals mit 14 mit dem Buch “Programmieren lernen mit Java”, geschrieben von Hans-Peter Habelitz im Rheinwerk Verlag. Echt gutes Buch, kann ich nur weiterempfehlen.

Was gefällt dir so gut am Programmieren?

Die Fähigkeit, dem Computer genau sagen zu können, was man von ihm will, fasziniert mich. Es ist immer ein unglaubliches Erfolgserlebnis, zu sehen, wie der eigene Code funktioniert. Es ist also zum Einen der Spaßfaktor, zum Anderen die Möglichkeit, sich vieles im Leben zu erleichtern, zu automatisieren – und das nicht alleine, sondern mit vielen anderen Programmierern zusammen.

als Schüler programmieren lernen Beispiel Code

„So sieht es aus, wenn ich code. Abgebildet ist ein ReactJS Projekt, also eine dynamische Webseite.“ – Felix

Was war dein erstes Programm, das du geschrieben hast? Und auf welches Programm bist du besonders stolz?

Als allererstes natürlich “Hello World” 😉 Das erste richtige Programm war dann glaube ich ein simpler Rechner auf der Kommandozeile (Zahl 1 eingeben, Operator auswählen, Zahl 2 eingeben -> Ergebnis). Wirklich stolz bin ich noch auf gar nichts, da ich noch ganz am Anfang meiner Karriere stehe und daher nichts wirklich “krass” ist. Zumindest was meine eigenen Projekte angeht. Was Open-Source angeht, bin ich stolz auf 30-seconds-of-code, eine Kollektion von nützlichen JavaScript Code-Schnipseln, die auf unserer Webseite sichtbar sowie als Bibliothek importierbar sind. Mit 19.000 Github-Sternen generierte dieses Projekt zu “Hochzeiten” 10.000 Aufrufe pro Woche 😀

Welche Unterlagen oder Bücher empfiehlst du, um programmieren zu lernen?

Wer stark in Englisch ist, dem würde ich Online-Kurse empfehlen – sogenannte MOOCs, bekannte Anbieter sind da edX, Coursera und Udacity. Udacity verteilt übrigens auch Stipendien für ihre Premium-1000€-Kurse, die aber verdammt gut sind. Udemy ist auch sehr empfehlenswert, die 10/20€ sind es nämlich absolut wert. Auch sehr gut ist codecademy – die Oberfläche sieht super aus und ist einfach zu bedienen, und man lernt schnell und praxisnah. Meine persönliche Empfehlung für den ersten Einstieg ins Programmieren wäre trotzdem der Griff zu den Printmedien. Da kann man sich bei bekannten Büchern der Qualität des Inhalts sicher sein. Für Java hat mich wie bereits erwähnt “Programmieren lernen mit Java” überzeugt, “Java ist auch eine Insel” ist ein Klassiker (Beides vom Rheinwerk Verlag).
Für kurze Crash-Courses zu speziellen Themen, Sprachen etc. greife ich öfters zu Youtube, doch für ein ganzes Tutorial würde ich Youtube wirklich nicht empfehlen.

Dein Tipp: welche Programmiersprache ist am besten geeignet für den Einstieg in die Programmierung?

Python oder Java. Auf keinen Fall Javascript, auch wenn dies sehr verlockend erscheint und viele Jüngere, die ohne gedruckte Literatur ins Programmieren einsteigen, sich mit Youtube-Tutorials JavaScript beibringen – JavaScipt macht einfach viel zu viele anfangs unverständliche, seltsame Dinge.

Welche Events, Initiativen, Angebote kannst du Schülerinnen und Schülern empfehlen, die sich für das Thema Programmieren lernen interessieren?

Empfehlenswert sind Meetups, da gibt es quasi in jeder Stadt regelmäßig Treffen zu verschiedenen Technik-Themen oder Programmiersprachen. Schüler aus größeren Städten können den CCC(Chaos Computer Club) oder das CoderDojo aufsuchen, speziell in Deutschland gibt es auch noch die OK Labs. Man kann auch einfach mal nach Hackathons in seiner Gegend suchen, da gibt es eigentlich überall welche. Hackathons sind Coding-Veranstaltungen, bei welchen man in meistens 24/48h mit einem Team ein Projekt durchprogrammiert.

als Schüler programmieren lernen

Felix besucht regelmäßig verschiedene Talks und Hackathons. Hier zu sehen: Ein Talk in Frankfurt.

In welchen Initiativen engagierst du dich zur Zeit?

Ich bin Mentor beim CoderDojo in Wiesbaden sowie beim RGSoC, einem internationalen Wettbewerb für weibliche Studenten, bei welchem es um das Beitragen zu Open-Source Projekten geht. Ich halte seit Kürzerem Talks auf Meetups, bisher im Kreis Frankfurt/Wiesbaden und fungiere hin und wieder als Coach auf Events und Hackathons.

Was sind deine Pläne für die die Zeit nach der Schule?

Entweder ein Jahr mit Praktika oder direkt das Informatikstudium – wahrscheinlich in Cambridge, Zürich oder München.

 

Vielen Dank, lieber Felix für das Interview. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß beim Programmieren. 


Willst du auch in einer AG oder im regulären Unterricht programmieren lernen oder vermitteln? Dann kannst du mit unseren Unterrichtsmaterialien arbeiten.

Hier findest du unsere Themen im Überblick: https://appcamps.de/unterrichtsmaterial/

 

 

Informatik AG in der Schule: Mit Unterrichtsmaterial von App Camps

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Fynn ist Schüler und hat sich für den Digital Summit in Hamburg angemeldet. Das überraschende daran: Der Digital Summit ist eine Veranstaltung für Lehrkräfte. Das hat uns neugierig gemacht und wir haben nachgefragt. Es hat sich herausgestellt: Fynn bietet eine Informatik AG in der Schule an – als Schüler! Das finden wir super. Wenn du mehr wissen willst, findest du hier ein tolles Interview mit Fynn:

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Fynn, 15 Jahre alt und ein Nachwuchsprogrammierer. Ich lebe auf der nördlichsten deutschen Insel, Sylt. Nach meinem Unterricht in der Oberstufe beschäftige ich mich am liebsten mit Programmieren und Lesen. Frische Luft hole ich mir beim Angeln in der Nordsee.

Meine ersten Schritte im Programmieren habe ich mit 13 mit Anleitung von YouTube-Tutorials gemacht. Als meine Mutter mir dann den Link zur Hacker-School in Hamburg schickte, war ich anfangs skeptisch. Danach wusste ich: „Das will ich machen.“ Im Herbst beim Schnupperstudium an der CAU Kiel dachte ich dann: „Eigentlich möchte ich gleich weiter studieren.“ Inzwischen habe ich verschiedene Programmiersprachen ausprobiert.

Du hast uns geschrieben, dass du eine eigene Informatik AG in der Schule organisierst. Wie ist es dazu gekommen?

Nach dem Schnupperstudium habe ich nach Gleichgesinnten gesucht. Da es hier nichts entsprechendes gab, war klar: „Ich will meine Begeisterung mit anderen teilen“ und gründete eine Informatik-AG.

An wen richtet sich die AG und wie läuft die AG typischerweise ab?

An alle Schüler, die Spaß am gemeinsamen Programmieren und Entwickeln haben. Wir treffen uns jeden Donnerstag 2 Stunden im Computerraum der Schule. Entweder bearbeiten wir App Camps Unterlagen oder wir arbeiten an eigenen Ideen.
Für mich ist es dabei eine neue Erfahrung, auch mal der Lehrer zu sein…

Mit welchen App Camps Unterlagen hast du bisher gearbeitet und hast du bereits die Verwendung von weiteren App Camps Kursen in Planung?

Angefangen haben wir mit dem Kurs zu HTML und CSS, da ich auf diesem Gebiet schon Erfahrung gesammelt habe. Um allen einen Einstieg in die Programmierung zu geben, wollen wir in Zukunft den Kurs zum Thema Scratch behandeln und dann mit dem Kurs zur App-Programmierung fortzufahren.

Aktuelle Kursübersicht von App Camps (Stand Januar 2018)

(Anmerkung der Redaktion: Eine Übersicht aller App Camps Unterrichtsmaterialien findest du hier.)

Gibt es andere Unterlagen, die du verwendest und empfehlen kannst?

Die App Camps Unterlagen sind sehr zu empfehlen um einen Einstieg in die einzelnen Themen zu bekommen.
Wer sich jedoch spezifischer mit den Themen auseinander setzen will, kann auf Unterlagen im Internet oder „analoge“ Quellen (Bücher) zugreifen. Mir persönlich gefallen Bücher am besten.

Fynn, 15 Jahre alt, Nachwuchsprogrammierer

Hast du einen Tipps für andere Schüler/innen, die ebenfalls Lust haben, eine Informatik AG in der Schule anzubieten?

Auf jedenfall die Initiative ergreifen und nicht aufgeben! Es ist vorprogrammiert, dass auch mal etwas schiefgeht und man sollte es auf keinen Fall zu „schulisch“ gestalten.

Vielen Dank, lieber Fynn für das Interview. Wir wünschen dir und deiner AG weiterhin viel Spaß mit den App Camps Unterlagen. 


Willst du auch in einer AG oder im regulären Unterricht mit unseren Unterrichtsmaterialien arbeiten?

Hier findest du unsere Themen im Überblick: https://appcamps.de/unterrichtsmaterial/

 

 

Ein tolles Jahr geht zu Ende

Ein tolles Jahr geht zu Ende: wir haben mit unseren Unterrichtsmaterialien für digitale Themen mehr als 25.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Zahlreiche tolle Lehrkräfte aus ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland haben unsere Unterrichtsmaterialien eingesetzt.

Was haben Kinder und Jugendliche programmiert?

Außerdem haben Schülerinnen und Schüler spannende Dinge über Daten gelernt. Mit unseren Unterlagen Rund um Daten und Datenbanken & SQL können sich Jugendliche intensiv mit Datenflüssen im Internet und dem Speichern und Auslesen von Daten in Datenbanken beschäftigt.

Wenn ihr mehr über unsere Arbeit und das letzten Schuljahr (2016/17) wissen wollt, findet ihr hier unseren Jahresbericht.

Jetzt freuen wir uns auf das neue Jahr mit vielen tollen Themen und Projekten:

Darauf freuen wir uns riesig!

Euch allen ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.

Unser Jahresbericht zum Schuljahr 2016/17 ist da

Auch im vergangenen Schuljahr durften wir viele tolle Geschichten erleben: Schülerinnen und Schüler haben zum ersten Mal eine eigene Website entwickelt, geflüchtete Jugendliche haben Vokabel-Apps zum Deutschlernen entwickelt und Grundschüler haben Calliope Minicomputer zum Leuchten gebracht. Unseren Jahresbericht findet ihr hier.

App Camps WachstumWir haben im vergangenen Schuljahr mehr als 25.000 Kinder und Jugendliche erreicht und unsere Unterlagen werden von der Grundschule bis zum Schulabschluss genutzt.

Damit kommen wir unserem Ziel in kleinen Schritten näher: Alle jungen Menschen – unabhängig von Geschlecht oder sozialer Herkunft – sollen die Chance erhalten, Programmierung und digitale Themen zu erleben. Denn nur wer die digitale Welt versteht, kann unsere (digitale) Zukunft gestalten.

Jedes Jahr veröffentlichen wir unseren Jahresbericht und blicken zurück auf die Dinge, die wir gemacht haben. Unseren Jahresbericht zum Schuljahr 2016/17 findet ihr hier:

–>  App Camps Jahresbericht 2016/17

Wir bedanken uns bei allen Lehrerinnen und Lehrern für die tolle Zusammenarbeiten, bei unserem großartigen Team, bei unserem Beirat und bei allen Partnern und Unterstützern. Ohne euch gäbe es App Camps nicht und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit und auf alles was noch kommt!

 

 

Relaunch der App Camps Webseite

Juhu – der Relaunch der App Camps Webseite ist vollbracht – die neue Seite ist online! Der Inhalt ist fast der gleiche, aber wir haben etwas aufgeräumt.

Es gibt schon Platz für die neuen Kurse, die wir in den nächsten Wochen veröffentlichen:

  • Apps mit JavaScript
  • Datenbanken & SQL
  • Fake News & Social Bots.

Und wir arbeiten natürlich auch schon wieder an neuen Themen!

Die Seiten mit den Unterlagen haben wir auch etwas angepasst, z.B. Scratch, App Inventor, Calliope mini oder Rund um Daten. Einen Überblick über alle Unterlagen findet ihr hier.

Schaut euch gerne einmal auf der neuen Seite um. Und natürlich freuen wir uns wie immer über Feedback zum Relaunch der App Camps Webseite.

Good-bye alte App Camps Website! Hier zur Erinnerung zwei Screenshots:

App Camps alte Home Seite App Camps alte App Kurs Seite