Erfahrungsbericht: Webseiten entwickeln mit Unterrichtsmaterial von App Camps

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Paula ist Lehrerin für Mathe, Informatik und Technik. Sie unterrichtet an einem MINT-Spezialgymnasium in Sachsen-Anhalt (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). In ihrem Unterricht nutzt sie ab Klasse 7 Unterrichtsmaterialien von App Camps . Aktuell entwickelt sie mit ihren Schülern Webseiten im Unterricht.  Das hat uns neugierig gemacht und wir haben nachgefragt:

Wer bist du und welche Fächer unterrichtest du?

Mein Name ist Paula Zimmermann und ich unterrichte die Fächer Mathematik, Informatik und Technik. Meine Schule befindet sich in der Landeshauptstadt Magdeburg. Es handelt sich um ein MINT-Spezialgymnasium mit circa 600 Schülern.

Die Besonderheiten bei uns sind, dass wir zur „normalen Stundentafel“ noch mehrere Spitzenförderungsangebote im MINT-Bereich haben. Informatikunterricht startet bei uns in Klasse 7 und wir beginnen bereits in der 8. Klasse (bis Klasse 12) mit der Programmiersprache Delphi/Pascal.

Weitere Besonderheiten bezüglich Programmiereinstiege:

  • Klasse 5/6 Technik: Roboterprogrammierung durch Blockprogrammierung (Scratch basiert)
  • Klasse 8 Informatik AG: HTML/ CSS/ PHP
  • Klasse 9/10: Roboterprogrammierung durch C++ (Arduino)

Diese führten zu unseren Erfolgen im Bereich des Robocups Rescue Maze (bspw. Weltmeister 2016, Weltmeister 2017).

Webseiten im Unterricht

Das MINT-Spezialgymnasium aus Sachsen-Anhalt gewinnt beim Robocup

Wie bist du auf App Camps aufmerksam geworden?

Ich habe in diesem Schuljahr die HTML/PHP-AG übernommen. Deshalb habe ich online nach Möglichkeiten gesucht, die einen schülerzentrierten Unterricht ermöglichen. Dabei bin ich in einer wilden Suchaktion eher zufällig auf App Camps gestoßen und davon nicht mehr losgekommen. 😉

Wie nutzt du die Unterlagen von App Camps?

Ich nutze App Camps als Grundlage für meine AG-Gruppe in den Klassenstufen 7 und 8.

Aktuell nutzte ich ausschließlich den HTML/CSS-Kurs. Da wir unsere Homepage selbst gestalten sowie administrieren und dort vieles auf PHP basiert, unterrichte ich jetzt im zweiten Halbjahr PHP, um neue Schülerfachgehilfen auf die Aufgaben vorzubereiten.

Webseiten im Unterricht

Schüler gestalten und administrieren die Website des MINT-Gymnasiums: siemens.md.st.schule.de (Stand April 2018)

Was gefällt dir als Lehrkraft beim Arbeiten mit den Materialien von App Camps besonders?

Mir gefällt vor allem, dass die Schüler damit sehr gut zurecht kommen und ich somit viel Zeit für die einzelnen Probleme und Erweiterungswünsche habe. Außerdem merkt man, dass sie einfach Spaß haben und die Materialien Zuhause weiter bearbeiten. Mein Ziel als Lehrerin ist es vor allem Interessen zu entwickeln und zu fördern. Das schaffe ich mit dieser Art der Unterrichtsgestaltung eher, als mit frontalen Lehrervorträgen und festen Aufgaben nach Schema X. Die Schüler können die Aufgaben eigenständig erweitern, da ich die ganze Zeit verfügbar bin und mich um einzelne Anliegen und Ideen kümmern kann. Außerdem lernen sie durch die digitale Form, dass nicht der Lehrer der Antwortgeber Nummer Eins sein muss, sondern sie das Material in erster Linie und notfalls noch den Webbrowser nutzen können.

Was gefällt den SchülerInnen an den Kursen?

Das sie ortsungebunden sind. Wenn man krank oder verhindert ist, kann man die Aufgaben bequem Zuhause erledigen oder nachholen. Sie können auf ihre Dateien von überall zugreifen und selbst bei der Oma oder den Verwandten mit ihren tollen Webseiten „angeben“.

Webseiten im Unterricht

Schüler der Informatik AG beim Programmieren.

Gibt es etwas, das dich beim Arbeiten mit den Kursunterlagen überrascht hat?

Die Einfachheit. Das Unkomplizierte. Keine Kosten. Einfach im Sinne der Bildung und Weiterentwicklung unseres Landes. Das finde ich verblüffend, überraschend, grandios, perfekt.

Wirst du demnächst erneut einen App Camps-Kurs anbieten?

Natürlich! Für die 10. Klasse werde ich mir für die Einführung zu Datenbanken euer Material ansehen. Informatik Klasse 7 bekommt nach Notenschluss noch Input zum Thema Datenschutz/ Datensicherheit.

Vielen Dank, liebe Paula für das Interview. Wir wünschen dir und deinen Schülern weiterhin viel Spaß mit den Unterrichtsmaterialien von App Camps. 


Willst du auch im regulären Unterricht oder in einer AG mit unseren Unterrichtsmaterialien arbeiten?

Hier findest du unsere Themen im Überblick: https://appcamps.de/unterrichtsmaterial/

Wie man als Schüler programmieren lernen kann

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Felix ist Informatiker. Er hat bereits verschiedene Preise gewonnen, nimmt an Informatik Wettbewerben teil, engagiert sich in Open Source Projekten und als Coach bei Coding Initiativen. Das Besondere: Felix ist Schüler und 16 Jahre alt. Das macht uns natürlich neugierig. Deshalb haben wir nachgefragt und es entstand ein tolles Interview, wie man als Schüler programmieren lernen kann.

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Felix Wu, ich bin 16 Jahre alt und gehe in die elfte Klasse der Internatsschule Schloss Hansenberg im Rheingau. In meiner Freizeit mache ich viel Sport, verbringe Zeit mit Freunden und tue Dinge die mit Informatik und Computern zu tun haben. Dazu gehört Programmieren genauso wie das Erlernen der Theorie. Ich beherrsche mittlerweile mehrere Programmiersprachen und nehme regelmäßig an (inter)nationalen Wettbewerben teil. Außerdem bin ich als Tutor und Mentor auf Programmiermeetups und Events unterwegs. In letzter Zeit habe ich angefangen, Präsentationen auf Meetups zu halten, und bin auch ziemlich aktiv in der Open Source Szene. Das bedeutet, ich schreibe an Projekten mit, deren Code öffentlich zugänglich ist.

als Schüler programmieren lernen Github Projekte

„Mein Github Profil – Ganz oben das erwähnte Open-Source Projekt 30secondsofcode, welches ich mitgegründet habe.“ – Felix

Wie hast du Programmieren gelernt?

Programmieren bringe ich mir größtenteils selber bei. Das war ganz am Anfang so, und das ist auch jetzt noch so, wenn ich neue Technologien erforsche. Angefangen habe ich damals mit 14 mit dem Buch “Programmieren lernen mit Java”, geschrieben von Hans-Peter Habelitz im Rheinwerk Verlag. Echt gutes Buch, kann ich nur weiterempfehlen.

Was gefällt dir so gut am Programmieren?

Die Fähigkeit, dem Computer genau sagen zu können, was man von ihm will, fasziniert mich. Es ist immer ein unglaubliches Erfolgserlebnis, zu sehen, wie der eigene Code funktioniert. Es ist also zum Einen der Spaßfaktor, zum Anderen die Möglichkeit, sich vieles im Leben zu erleichtern, zu automatisieren – und das nicht alleine, sondern mit vielen anderen Programmierern zusammen.

als Schüler programmieren lernen Beispiel Code

„So sieht es aus, wenn ich code. Abgebildet ist ein ReactJS Projekt, also eine dynamische Webseite.“ – Felix

Was war dein erstes Programm, das du geschrieben hast? Und auf welches Programm bist du besonders stolz?

Als allererstes natürlich “Hello World” 😉 Das erste richtige Programm war dann glaube ich ein simpler Rechner auf der Kommandozeile (Zahl 1 eingeben, Operator auswählen, Zahl 2 eingeben -> Ergebnis). Wirklich stolz bin ich noch auf gar nichts, da ich noch ganz am Anfang meiner Karriere stehe und daher nichts wirklich “krass” ist. Zumindest was meine eigenen Projekte angeht. Was Open-Source angeht, bin ich stolz auf 30-seconds-of-code, eine Kollektion von nützlichen JavaScript Code-Schnipseln, die auf unserer Webseite sichtbar sowie als Bibliothek importierbar sind. Mit 19.000 Github-Sternen generierte dieses Projekt zu “Hochzeiten” 10.000 Aufrufe pro Woche 😀

Welche Unterlagen oder Bücher empfiehlst du, um programmieren zu lernen?

Wer stark in Englisch ist, dem würde ich Online-Kurse empfehlen – sogenannte MOOCs, bekannte Anbieter sind da edX, Coursera und Udacity. Udacity verteilt übrigens auch Stipendien für ihre Premium-1000€-Kurse, die aber verdammt gut sind. Udemy ist auch sehr empfehlenswert, die 10/20€ sind es nämlich absolut wert. Auch sehr gut ist codecademy – die Oberfläche sieht super aus und ist einfach zu bedienen, und man lernt schnell und praxisnah. Meine persönliche Empfehlung für den ersten Einstieg ins Programmieren wäre trotzdem der Griff zu den Printmedien. Da kann man sich bei bekannten Büchern der Qualität des Inhalts sicher sein. Für Java hat mich wie bereits erwähnt “Programmieren lernen mit Java” überzeugt, “Java ist auch eine Insel” ist ein Klassiker (Beides vom Rheinwerk Verlag).
Für kurze Crash-Courses zu speziellen Themen, Sprachen etc. greife ich öfters zu Youtube, doch für ein ganzes Tutorial würde ich Youtube wirklich nicht empfehlen.

Dein Tipp: welche Programmiersprache ist am besten geeignet für den Einstieg in die Programmierung?

Python oder Java. Auf keinen Fall Javascript, auch wenn dies sehr verlockend erscheint und viele Jüngere, die ohne gedruckte Literatur ins Programmieren einsteigen, sich mit Youtube-Tutorials JavaScript beibringen – JavaScipt macht einfach viel zu viele anfangs unverständliche, seltsame Dinge.

Welche Events, Initiativen, Angebote kannst du Schülerinnen und Schülern empfehlen, die sich für das Thema Programmieren lernen interessieren?

Empfehlenswert sind Meetups, da gibt es quasi in jeder Stadt regelmäßig Treffen zu verschiedenen Technik-Themen oder Programmiersprachen. Schüler aus größeren Städten können den CCC(Chaos Computer Club) oder das CoderDojo aufsuchen, speziell in Deutschland gibt es auch noch die OK Labs. Man kann auch einfach mal nach Hackathons in seiner Gegend suchen, da gibt es eigentlich überall welche. Hackathons sind Coding-Veranstaltungen, bei welchen man in meistens 24/48h mit einem Team ein Projekt durchprogrammiert.

als Schüler programmieren lernen

Felix besucht regelmäßig verschiedene Talks und Hackathons. Hier zu sehen: Ein Talk in Frankfurt.

In welchen Initiativen engagierst du dich zur Zeit?

Ich bin Mentor beim CoderDojo in Wiesbaden sowie beim RGSoC, einem internationalen Wettbewerb für weibliche Studenten, bei welchem es um das Beitragen zu Open-Source Projekten geht. Ich halte seit Kürzerem Talks auf Meetups, bisher im Kreis Frankfurt/Wiesbaden und fungiere hin und wieder als Coach auf Events und Hackathons.

Was sind deine Pläne für die die Zeit nach der Schule?

Entweder ein Jahr mit Praktika oder direkt das Informatikstudium – wahrscheinlich in Cambridge, Zürich oder München.

 

Vielen Dank, lieber Felix für das Interview. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß beim Programmieren. 


Willst du auch in einer AG oder im regulären Unterricht programmieren lernen oder vermitteln? Dann kannst du mit unseren Unterrichtsmaterialien arbeiten.

Hier findest du unsere Themen im Überblick: https://appcamps.de/unterrichtsmaterial/

 

 

App Workshop in Südafrika

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Im Januar 2018 wurden wir an die Saint Mary’s School in Johannesburg eingeladen. Geplant waren eine Lehrerfortbildung für Lehrkräfte der Junior High School und der High School und ein Workshop für Schülerinnen. Zwölf Lehrerinnen und Lehrer nahmen am Teacher Training teil und hatten großen Spaß mit dem App Inventor. Das war mit Sicherheit nicht der letzte App Inventor Einsatz dieser Lehrkräfte!

Lehrergruppe

Am nächsten Tag ging es weiter mit einer Gruppe von zwölf Schülerinnen. An Tag 1 haben sie den App Inventor kennengelernt und erste eigene Apps entwickelt. Natürlich ging es erst mal los mit der berühmten Katzen App. Danach wurde es kreativ: Aus der Katze wurden Einhörner oder kleine Monster. Und einige ganz schnelle Schülerinnen haben sogar eine Wahrheitskugel App programmiert. Wow!

Schuelergruppe

Am nächsten Tag ging es dann mit einem Shuttle in das Google Büro in Johannesburg. Dort wurden wir mit Notizblock und Post-its empfangen. Es drehte sich alles um eigene App Ideen. Diese wurden vorgestellt und als Prototyp auf Papier umgesetzt. Großartige Ideen waren dabei: Von Lernapps bis hin zu Apps, um den Menschen in Kapstadt beim Wassersparen zu helfen. Aktuell herrscht dort ja die größte Wasserkrise der letzten Jahrzehnte. Die Papierprototypen wurden präsentiert und es wurde viel gefragt und viel gelacht.

Ideenvorstellung

Viel zu schnell ging der Workshop zu Ende! Die Begeisterung bleibt aber und es war mit Sicherheit nicht der letzte App Workshop an der Saint Mary’s School!

Danke für die Einladung und die großartigen Tage!

 

Gastbeitrag: App Camps Lehrerfortbildung für Schüler

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Im Dezember 2017 hat Philipp im Rahmen einer Projektgruppe an einem Gymnasium in Stuttgart eine App Camps Lehrerfortbildung für Schüler durchgeführt. Thema war App Entwicklung im Unterricht. In diesem Gastbeitrag lest ihr die Erfahrungen eines Schülers:

Die App Camps Lehrerfortbildung für Schüler

Heute war Philipp von App Camps bei uns an der Schule und hat uns im Rahmen eines Workshops das Programmieren beigebracht. Diesen Einstieg in das Programmieren gestaltete er in Form eines Unterrichts, wie er ihn Lehrern normalerweise auf Fortbildungen näher bringt. Dadurch waren wir in der Lage, das Prinzip des Unterrichtmodells von App Camps zu verstehen und haben gleichzeitig selbst etwas zum Thema „programmieren“ dazugelernt. Im folgenden erkläre ich den Ablauf einer solchen Unterrichtsstunde, damit du dir ein Bild von dieser Art von Unterricht machen kannst.

Die Unterrichtsstunde beginnt damit, dass die Klasse in einem „Stand-Up Meeting“ – ein Stehkreis vor der Tafel – die Ziele der Unterrichtsstunde gemeinsam bespricht. Das „Stand-Up Meeting“ ist ein Prinzip aus der Programmierwelt, nach dem sich die Entwickler jeden Morgen kurz im Stehen treffen und sich über den Stand ihrer Arbeit an einem gemeinsamen Projekt austauschen.

Nachdem in diesem Stand-Up Meeting das Ziel der Unterrichtsstunde mittels eines Videos gezeigt wird, begeben sich Gruppen von jeweils zwei Schülern gemeinsam an einen PC, um das Vorgegebene zu programmieren. Das Prinzip, dass immer zwei Schüler gemeinsam an einem PC arbeiten, stammt ebenfalls aus der Programmierwelt. Mittels dieses Prinzips ist es möglich, dass die eine Person den Text eintippt und die andere sich auf das Korrekturlesen des Getippten konzentrieren kann. So entstehen weniger Fehler und die Arbeit kann deutlich effizienter vonstatten gehen.Schüler programmieren Apps

Damit die Schüler das Ziel der Stunde erreichen können und die Aufgabe nicht zu schwer ist, wird das Gesamtziel in mehrere Zwischenziele aufgeteilt. Dadurch sind die Schritte verständlicher und das Lernen effektiver. Die Lösung für jedes Zwischenziel ist auf einer Lösungskarte festgehalten. Diese Lösungskarten liegen im Raum und können von den Schülern dann geholt werden, wenn man es für nötig hält, wodurch jeder in seinem Tempo arbeiten kann.

Am Ende der Schulstunde trifft sich die Klasse dann nochmals in einem Stand-Up Meeting vor der Tafel. In dieser Runde stellt dann jeder seinen Fortschritt vor und erklärt kurz, wo er noch Probleme hat oder inwieweit er die Lösung schon weiter entwickelt hat.

Reflektion

Durch den Workshop habe ich einen Einblick in die Welt der Digitalisierung bekommen. Dank App Camps bin ich nun in der Lage, selbst einfache Apps für Handys und Tablets zu programmieren.

Das Prinzip, mit dem der Unterricht gestaltet war, überzeugte mich und ist meiner Meinung nach eine sehr gute Methode, die Themen der Digitalisierung den Schülern näher zu bringen. Da jeder Schüler dadurch in seinem eigenen Tempo lernen kann und durch eine gute „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ abgesichert ist, nimmt jeder am Ende der Schulstunde ein Erfolgserlebnis mit aus dem Unterricht mit und entwickelt eventuell sogar ein weiterführendes Interesse für die Themen der Digitalisierung.

Autor: Bananenkanone
Dieser Artikel wurde bereits auf dem Blog des Autors veröffentlicht.

Informatik AG in der Schule: Mit Unterrichtsmaterial von App Camps

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Fynn ist Schüler und hat sich für den Digital Summit in Hamburg angemeldet. Das überraschende daran: Der Digital Summit ist eine Veranstaltung für Lehrkräfte. Das hat uns neugierig gemacht und wir haben nachgefragt. Es hat sich herausgestellt: Fynn bietet eine Informatik AG in der Schule an – als Schüler! Das finden wir super. Wenn du mehr wissen willst, findest du hier ein tolles Interview mit Fynn:

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Fynn, 15 Jahre alt und ein Nachwuchsprogrammierer. Ich lebe auf der nördlichsten deutschen Insel, Sylt. Nach meinem Unterricht in der Oberstufe beschäftige ich mich am liebsten mit Programmieren und Lesen. Frische Luft hole ich mir beim Angeln in der Nordsee.

Meine ersten Schritte im Programmieren habe ich mit 13 mit Anleitung von YouTube-Tutorials gemacht. Als meine Mutter mir dann den Link zur Hacker-School in Hamburg schickte, war ich anfangs skeptisch. Danach wusste ich: „Das will ich machen.“ Im Herbst beim Schnupperstudium an der CAU Kiel dachte ich dann: „Eigentlich möchte ich gleich weiter studieren.“ Inzwischen habe ich verschiedene Programmiersprachen ausprobiert.

Du hast uns geschrieben, dass du eine eigene Informatik AG in der Schule organisierst. Wie ist es dazu gekommen?

Nach dem Schnupperstudium habe ich nach Gleichgesinnten gesucht. Da es hier nichts entsprechendes gab, war klar: „Ich will meine Begeisterung mit anderen teilen“ und gründete eine Informatik-AG.

An wen richtet sich die AG und wie läuft die AG typischerweise ab?

An alle Schüler, die Spaß am gemeinsamen Programmieren und Entwickeln haben. Wir treffen uns jeden Donnerstag 2 Stunden im Computerraum der Schule. Entweder bearbeiten wir App Camps Unterlagen oder wir arbeiten an eigenen Ideen.
Für mich ist es dabei eine neue Erfahrung, auch mal der Lehrer zu sein…

Mit welchen App Camps Unterlagen hast du bisher gearbeitet und hast du bereits die Verwendung von weiteren App Camps Kursen in Planung?

Angefangen haben wir mit dem Kurs zu HTML und CSS, da ich auf diesem Gebiet schon Erfahrung gesammelt habe. Um allen einen Einstieg in die Programmierung zu geben, wollen wir in Zukunft den Kurs zum Thema Scratch behandeln und dann mit dem Kurs zur App-Programmierung fortzufahren.

Aktuelle Kursübersicht von App Camps (Stand Januar 2018)

(Anmerkung der Redaktion: Eine Übersicht aller App Camps Unterrichtsmaterialien findest du hier.)

Gibt es andere Unterlagen, die du verwendest und empfehlen kannst?

Die App Camps Unterlagen sind sehr zu empfehlen um einen Einstieg in die einzelnen Themen zu bekommen.
Wer sich jedoch spezifischer mit den Themen auseinander setzen will, kann auf Unterlagen im Internet oder „analoge“ Quellen (Bücher) zugreifen. Mir persönlich gefallen Bücher am besten.

Fynn, 15 Jahre alt, Nachwuchsprogrammierer

Hast du einen Tipps für andere Schüler/innen, die ebenfalls Lust haben, eine Informatik AG in der Schule anzubieten?

Auf jedenfall die Initiative ergreifen und nicht aufgeben! Es ist vorprogrammiert, dass auch mal etwas schiefgeht und man sollte es auf keinen Fall zu „schulisch“ gestalten.

Vielen Dank, lieber Fynn für das Interview. Wir wünschen dir und deiner AG weiterhin viel Spaß mit den App Camps Unterlagen. 


Willst du auch in einer AG oder im regulären Unterricht mit unseren Unterrichtsmaterialien arbeiten?

Hier findest du unsere Themen im Überblick: https://appcamps.de/unterrichtsmaterial/

 

 

Programmieren mit Scratch für geflüchtete Jugendliche

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Seit einigen Monaten lernen geflüchtete Jugendliche in Hamburg Programmieren mit Scratch. In Workshops lernen die Jugendlichen die ersten Schritte des Programmieren mit Scratch und setzen eigene kleine Projekte um.

Großes Interesse der Schulen

Die Idee des Projekts ist einfach: wir besuchen Schulklassen mit geflüchteten Jugendlichen oder außerschulische Gruppen. Wir nutzen die grafische Programmiersprache Scratch. Gründe für diese Programmiersprache gibt es viele. Aber gerade für Anfängerinnen und Anfänger ist diese Programmiersprache toll, weil sie damit schnell Lernerfolge haben.
Gruppenbild Programmieren mit Scratch

Aus verschiedenen Ländern

Die Jugendlichen kommen aus unterschiedlichen Ländern – unter anderem aus Syrien, Afghanistan, Ägypten, Pakistan, Eritrea und Nigeria. Viele von ihnen sind noch nicht sehr lange in Deutschland und lernen erst seit kurzer Zeit die deutsche Sprache. Wir sind in jeder Klasse beeindruckt, wie gut diese Jugendlichen bereits deutsch sprechen und verstehen.

Auch wenn sie aus unterschiedlichen Ländern kommen haben sie eines gemeinsam: Programmieren war für alle am Anfang der Workshops etwas Neues. Und zuerst einmal eine große Herausforderung. Mit den Lernkarten und den Videos aus unserem Scratch Kurs arbeiteten sie sich schnell in das Thema ein. Sie entwickelten viele verschiedene Grußkarten, Spiele und Animationen. Und viele davon in ihren Muttersprachen.

Gruppenbild Programmieren mit Scratch

Förderung durch Adobe

Unser Projekt ist gefördert von Adobe. Jedes Jahr spendet das Unternehmen einen Teil des Gewinns an soziale Projekte. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den jeweiligen Standorten entscheiden, welche sozialen Projekte gefördert werden. Mit dieser Unterstützung organisierten wir bereits im vergangenen Jahr Programmier Workshops mit geflüchteten Jugendlichen. Vielen Dank für die Unterstützung!

Mit diesem Projekt geben wir geflüchteten Jugendlichen die Chance, Themen wie Programmierung auszuprobieren. Auch wenn nicht alle danach weiter programmieren – man kann sich nur für etwas interessieren, wenn man es einmal ausprobiert hat. Und glücklicherweise gibt es in Hamburg für Interessierte viele Möglichkeiten weiterzumachen. Mit App Camps veranstalten wir jedes Jahr ein App Summer Camp, bei der Hacker School und der HABA Digitalwerkstatt finden regelmäßig Kurse statt, und die Code+Design Camps kommen immer wieder in Hamburg vorbei.

Calliope mini Workshop bei der Code Week

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Im Rahmen der Code Week haben wir einen Calliope mini Workshop zum Thema Programmieren lernen angeboten. Für uns war dieser Workshop gleichzeitig ein Test der neuen Unterrichtsmaterialien für Calliope mini mit dem Open Roberta Editor.

Großes Interesse am Calliope mini Workshop

Für die Code Week haben wir in diesem Jahr Kinder ab 8 Jahren dazu eingeladen, die ersten Schritte mit dem Calliope mini mit uns zu machen. Den Eröffnungstag mit vielen Workshops in den Bücherhallen in Hamburg organisierte die Körber-Stiftung. Unser Workshop war schon Wochen vor dem Start der Code Week ausgebucht. Und es kamen sogar noch mehr Teilnehmer, die programmieren lernen wollten. Mit Zusammenrücken konnten mehr als 20 Kinder teilnehmen.

Kinder Workshop Calliope mini

Mädchen und Jungs

Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass viele Mädchen im Workshop waren. In 2er-Teams programmierten die Kinder die Calliope mini Geräte. So entstanden kleine Maulwurfspiele, die Mikrocontroller zeigten Namen an und spielten Musik. Weil es im Workshopraum wenig Platz gab, standen viele Eltern davor und schauten durch die Glaswand zu. Die Erwachsenen waren begeistert davon, wie schnell ihre Kinder eigene Anwendungen programmierten.

Kinder programmieren Calliope mini Workshop

Test des NEPO Editors – erfolgreich

Auch für uns war der Workshop spannend. Von uns gibt es Unterrichtsmaterialien für den Calliope mini mit dem NEPO Editor von Open Roberta und dem Microsoft Editor.  Der Workshop bei der Code Week war einer unserer ersten Tests mit dem NEPO Editor. Dieser Editor wird vom Open Roberta Team am Fraunhofer Institut entwickelt. Für uns war der Test der Unterrichtsmaterialien für Calliope mini erfolgreich. Die Kinder konnten sehr schnell mit dem Editor umgehen und hatten richtig viel Spaß damit.
Calliope mini mit dem NEPO-Editor

Unterstützung durch Barclaycard

Bereits seit dem letzten Jahr unterstützen uns regelmäßig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Barclaycard bei Workshops mit Kindern und Jugendlichen. Das hilft uns bei der Durchführung, die Helferinnen und Helfern engagieren sich ehrenamtlich, und die Kinder treffen Rollenmodellen aus der Berufswelt. Auch bei der Code Week hatten wir Unterstützung – Danke dafür!