App Workshop in Südafrika

, , ,

Im Januar 2018 wurden wir an die Saint Mary’s School in Johannesburg eingeladen. Geplant waren eine Lehrerfortbildung für Lehrkräfte der Junior High School und der High School und ein Workshop für Schülerinnen. Zwölf Lehrerinnen und Lehrer nahmen am Teacher Training teil und hatten großen Spaß mit dem App Inventor. Das war mit Sicherheit nicht der letzte App Inventor Einsatz dieser Lehrkräfte!

Lehrergruppe

Am nächsten Tag ging es weiter mit einer Gruppe von zwölf Schülerinnen. An Tag 1 haben sie den App Inventor kennengelernt und erste eigene Apps entwickelt. Natürlich ging es erst mal los mit der berühmten Katzen App. Danach wurde es kreativ: Aus der Katze wurden Einhörner oder kleine Monster. Und einige ganz schnelle Schülerinnen haben sogar eine Wahrheitskugel App programmiert. Wow!

Schuelergruppe

Am nächsten Tag ging es dann mit einem Shuttle in das Google Büro in Johannesburg. Dort wurden wir mit Notizblock und Post-its empfangen. Es drehte sich alles um eigene App Ideen. Diese wurden vorgestellt und als Prototyp auf Papier umgesetzt. Großartige Ideen waren dabei: Von Lernapps bis hin zu Apps, um den Menschen in Kapstadt beim Wassersparen zu helfen. Aktuell herrscht dort ja die größte Wasserkrise der letzten Jahrzehnte. Die Papierprototypen wurden präsentiert und es wurde viel gefragt und viel gelacht.

Ideenvorstellung

Viel zu schnell ging der Workshop zu Ende! Die Begeisterung bleibt aber und es war mit Sicherheit nicht der letzte App Workshop an der Saint Mary’s School!

Danke für die Einladung und die großartigen Tage!

 

Gastbeitrag: App Camps Lehrerfortbildung für Schüler

, , ,

Im Dezember 2017 hat Philipp im Rahmen einer Projektgruppe an einem Gymnasium in Stuttgart eine App Camps Lehrerfortbildung für Schüler durchgeführt. Thema war App Entwicklung im Unterricht. In diesem Gastbeitrag lest ihr die Erfahrungen eines Schülers:

Die App Camps Lehrerfortbildung für Schüler

Heute war Philipp von App Camps bei uns an der Schule und hat uns im Rahmen eines Workshops das Programmieren beigebracht. Diesen Einstieg in das Programmieren gestaltete er in Form eines Unterrichts, wie er ihn Lehrern normalerweise auf Fortbildungen näher bringt. Dadurch waren wir in der Lage, das Prinzip des Unterrichtmodells von App Camps zu verstehen und haben gleichzeitig selbst etwas zum Thema „programmieren“ dazugelernt. Im folgenden erkläre ich den Ablauf einer solchen Unterrichtsstunde, damit du dir ein Bild von dieser Art von Unterricht machen kannst.

Die Unterrichtsstunde beginnt damit, dass die Klasse in einem „Stand-Up Meeting“ – ein Stehkreis vor der Tafel – die Ziele der Unterrichtsstunde gemeinsam bespricht. Das „Stand-Up Meeting“ ist ein Prinzip aus der Programmierwelt, nach dem sich die Entwickler jeden Morgen kurz im Stehen treffen und sich über den Stand ihrer Arbeit an einem gemeinsamen Projekt austauschen.

Nachdem in diesem Stand-Up Meeting das Ziel der Unterrichtsstunde mittels eines Videos gezeigt wird, begeben sich Gruppen von jeweils zwei Schülern gemeinsam an einen PC, um das Vorgegebene zu programmieren. Das Prinzip, dass immer zwei Schüler gemeinsam an einem PC arbeiten, stammt ebenfalls aus der Programmierwelt. Mittels dieses Prinzips ist es möglich, dass die eine Person den Text eintippt und die andere sich auf das Korrekturlesen des Getippten konzentrieren kann. So entstehen weniger Fehler und die Arbeit kann deutlich effizienter vonstatten gehen.Schüler programmieren Apps

Damit die Schüler das Ziel der Stunde erreichen können und die Aufgabe nicht zu schwer ist, wird das Gesamtziel in mehrere Zwischenziele aufgeteilt. Dadurch sind die Schritte verständlicher und das Lernen effektiver. Die Lösung für jedes Zwischenziel ist auf einer Lösungskarte festgehalten. Diese Lösungskarten liegen im Raum und können von den Schülern dann geholt werden, wenn man es für nötig hält, wodurch jeder in seinem Tempo arbeiten kann.

Am Ende der Schulstunde trifft sich die Klasse dann nochmals in einem Stand-Up Meeting vor der Tafel. In dieser Runde stellt dann jeder seinen Fortschritt vor und erklärt kurz, wo er noch Probleme hat oder inwieweit er die Lösung schon weiter entwickelt hat.

Reflektion

Durch den Workshop habe ich einen Einblick in die Welt der Digitalisierung bekommen. Dank App Camps bin ich nun in der Lage, selbst einfache Apps für Handys und Tablets zu programmieren.

Das Prinzip, mit dem der Unterricht gestaltet war, überzeugte mich und ist meiner Meinung nach eine sehr gute Methode, die Themen der Digitalisierung den Schülern näher zu bringen. Da jeder Schüler dadurch in seinem eigenen Tempo lernen kann und durch eine gute „Schritt-für-Schritt-Anleitung“ abgesichert ist, nimmt jeder am Ende der Schulstunde ein Erfolgserlebnis mit aus dem Unterricht mit und entwickelt eventuell sogar ein weiterführendes Interesse für die Themen der Digitalisierung.

Autor: Bananenkanone
Dieser Artikel wurde bereits auf dem Blog des Autors veröffentlicht.

Informatik AG in der Schule: Mit Unterrichtsmaterial von App Camps

, , , , ,

Fynn ist Schüler und hat sich für den Digital Summit in Hamburg angemeldet. Das überraschende daran: Der Digital Summit ist eine Veranstaltung für Lehrkräfte. Das hat uns neugierig gemacht und wir haben nachgefragt. Es hat sich herausgestellt: Fynn bietet eine Informatik AG in der Schule an – als Schüler! Das finden wir super. Wenn du mehr wissen willst, findest du hier ein tolles Interview mit Fynn:

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Fynn, 15 Jahre alt und ein Nachwuchsprogrammierer. Ich lebe auf der nördlichsten deutschen Insel, Sylt. Nach meinem Unterricht in der Oberstufe beschäftige ich mich am liebsten mit Programmieren und Lesen. Frische Luft hole ich mir beim Angeln in der Nordsee.

Meine ersten Schritte im Programmieren habe ich mit 13 mit Anleitung von YouTube-Tutorials gemacht. Als meine Mutter mir dann den Link zur Hacker-School in Hamburg schickte, war ich anfangs skeptisch. Danach wusste ich: „Das will ich machen.“ Im Herbst beim Schnupperstudium an der CAU Kiel dachte ich dann: „Eigentlich möchte ich gleich weiter studieren.“ Inzwischen habe ich verschiedene Programmiersprachen ausprobiert.

Du hast uns geschrieben, dass du eine eigene Informatik AG in der Schule organisierst. Wie ist es dazu gekommen?

Nach dem Schnupperstudium habe ich nach Gleichgesinnten gesucht. Da es hier nichts entsprechendes gab, war klar: „Ich will meine Begeisterung mit anderen teilen“ und gründete eine Informatik-AG.

An wen richtet sich die AG und wie läuft die AG typischerweise ab?

An alle Schüler, die Spaß am gemeinsamen Programmieren und Entwickeln haben. Wir treffen uns jeden Donnerstag 2 Stunden im Computerraum der Schule. Entweder bearbeiten wir App Camps Unterlagen oder wir arbeiten an eigenen Ideen.
Für mich ist es dabei eine neue Erfahrung, auch mal der Lehrer zu sein…

Mit welchen App Camps Unterlagen hast du bisher gearbeitet und hast du bereits die Verwendung von weiteren App Camps Kursen in Planung?

Angefangen haben wir mit dem Kurs zu HTML und CSS, da ich auf diesem Gebiet schon Erfahrung gesammelt habe. Um allen einen Einstieg in die Programmierung zu geben, wollen wir in Zukunft den Kurs zum Thema Scratch behandeln und dann mit dem Kurs zur App-Programmierung fortzufahren.

Aktuelle Kursübersicht von App Camps (Stand Januar 2018)

(Anmerkung der Redaktion: Eine Übersicht aller App Camps Unterrichtsmaterialien findest du hier.)

Gibt es andere Unterlagen, die du verwendest und empfehlen kannst?

Die App Camps Unterlagen sind sehr zu empfehlen um einen Einstieg in die einzelnen Themen zu bekommen.
Wer sich jedoch spezifischer mit den Themen auseinander setzen will, kann auf Unterlagen im Internet oder „analoge“ Quellen (Bücher) zugreifen. Mir persönlich gefallen Bücher am besten.

Fynn, 15 Jahre alt, Nachwuchsprogrammierer

Hast du einen Tipps für andere Schüler/innen, die ebenfalls Lust haben, eine Informatik AG in der Schule anzubieten?

Auf jedenfall die Initiative ergreifen und nicht aufgeben! Es ist vorprogrammiert, dass auch mal etwas schiefgeht und man sollte es auf keinen Fall zu „schulisch“ gestalten.

Vielen Dank, lieber Fynn für das Interview. Wir wünschen dir und deiner AG weiterhin viel Spaß mit den App Camps Unterlagen. 


Willst du auch in einer AG oder im regulären Unterricht mit unseren Unterrichtsmaterialien arbeiten?

Hier findest du unsere Themen im Überblick: https://appcamps.de/unterrichtsmaterial/

 

 

App Summer Camp 2017 – 22 Mädchen lernen programmieren

,

Für uns ist das App Summer Camp etwas ganz Besonderes: wir haben 2013 das erste Mal ein App Summer Camp organisiert. Damals wussten wir noch nicht, was sich aus dieser Veranstaltung alles entwickeln wird. In diesem Jahr gab es bereits das 4. App Summer Camp. Wir durften in den Räumen von Google in Hamburg zu Gast sein. Aus vielen Bewerbungen haben wir 22 Schülerinnen ausgewählt.

App Summer Camp Tag 1: Grundlagen Programmierung

Am ersten Tag lernten die Teilnehmerinnen Grundlagen der App Entwicklung und grundlegende Konzepte der Informatik. Die Schülerinnen arbeiteten selbstständig mit Unterrichtsmaterialien zum Thema App Entwicklung. In kurzer Zeit entstanden mit dem Tool App Inventor verschiedene Android-Apps. Warum wir dieses Tool nutzen? Mit der grafischen Programmierung haben Jugendliche schnell Erfolgserlebnisse und können so eigene Ideen umsetzen.

Gruppenbild Teilnehmer App Summer Camp

App Summer Camp Tag 2: Pitch Day

Am zweiten Tag ging es um eigene Ideen. Die Mädchen präsentierten in kurzen Pitches ihre App Ideen und organisierten sich anschließend in kleinen Projektgruppen. Mit Unterstützung von ehrenamtlichen Coaches arbeiteten die Teams anschließend an der Umsetzung. Dabei ging es nicht nur um Programmierung, sondern auch Themen wie

  • Teamarbeit und Pair Programming
  • Software Entwicklungsprozess (Design, Programmierung, Test)
  • Problemlösung
  • User Experience
  • Bug Fixing

Mädchen programmieren Apps    Mädchen programmieren Apps

App Summer Camp Tag 3: Abschlusspräsentation

Die fertigen Apps präsentierten die Teams am dritten Tag vor Eltern, Freunden und anderen interessierten Personen. Es gab zum Beispiel eine Vogelstimmen-App, eine ToDo-Listen-App und mehrere Spiele-Apps zu bestaunen. Nach dem App Summer Camp können die Teilnehmerinnen direkt weiter programmieren: jeder Teilnehmerin überreichten wir einen Calliope Mini-Computer.

Neben der Programmierung gab es in den 3 Tagen noch andere spannende Dinge zu erleben. Zum Beispiel: Gespräche mit Software-Entwicklerinnen und Entwicklern, eine Frozen Joghurt Maschine, ein Bällebad, tolle Mittagessen und Laola Wellen.

Unser großer Dank geht an alle Unterstützer und Partner des App Summer Camps: Google Germany, Barclaycard, OTTO, Smaato, XING und Next Media.

Workshop App Entwicklung bei OTTO

,

Die neuen Auszubildenden bei OTTO verbringen die ersten Wochen ihrer Ausbildung im IT-Bootcamp. Dort bekommen sie Einblicke in verschiedene Themen rund um Programmierung und IT. Sie lernen HTML & CSS Grundlagen, programmieren Apps und lernen viele andere Dinge. Wir durften im Rahmen des IT-Bootcamps in diesem Jahr schon zum zweiten Mal einen Workshop App Entwicklung anbieten.

Gruppenbild Otto Workshop App Entwicklung

Die Jugendlichen programmieren in unserem Workshop App Entwicklung mehrere Apps und verstehen Grundkonzepte der Informatik, wie zum Beispiel Listen, Variablen oder bedingte Anweisungen. Außerdem erleben sie ganz praktisch, wie ein Entwicklungsprozess aussieht und was agile Softwareentwicklung bedeutet. Wir haben mit dem MIT App Inventor gearbeitet, ein tolles Tool um Android Apps zu programmieren. Mit der grafischen Programmierung können schnell Ergebnisse erzielt werden.

Unterlagen Workshop App Entwicklung

 

Diese Workshops zum Thema App Entwicklung bieten wir bei verschiedenen Firmen an. Uns hat der es mit den neuen Auszubildenden viel Spaß gemacht und wir wünschen allen eine tolle Zeit bei OTTO!

 

Einladung zum 4. App Summer Camp

,

Diese Veranstaltung hat Tradition in Hamburg: Mitte August ist es wieder soweit. Vom 9.-11. August findet in den Hamburger Sommerferien zum vierten Mal das App Summer Camp statt. Bei der dreitägigen Veranstaltung treffen sich Jugendliche um eigene Apps zu entwickeln und die Grundlagen der Programmierung zu lernen.

Das große wachsende Interesse am App Summer Camp in den letzten Jahren hat gezeigt, die Jugendlichen wollen Apps nicht nur als Anwender nutzen, sondern auch lernen, wie man solche Anwendungen selber programmiert.

null

Das App Summer Camp richtet sich dieses Jahr an alle Schülerinnen ab 13 Jahren. Vorkenntnisse sind dabei nicht nötig. In drei Tagen lernen die Schülerinnen, eigenen App Ideen zu entwickeln und technisch für Android Smartphones und Tablets umzusetzen. Gleichzeitig lernen sie verschiedene Berufsbilder aus der Digitalbranche kennen, denn sie werden von unseren ehrenamtlichen Coaches unterstützt, die bei der Umsetzung ihrer Ideen helfen.

Weitere Infos und Anmeldung unter https://www.appcamps.de/app_summer_camp

null

Einladung zur Abschlusspräsentation

Am Freitag, 11. August 2017 ab 16 Uhr präsentieren die Schülerinnen ihre selbst entwickelten Apps. Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Coaches und Mentoren bedanken, die sich bei App Camps engagieren, und bei unseren Unterstützern: Otto, XING, Smaato.

Wir freuen uns auf das App Summer Camp 2017!