App Camps in Internationalen Vorbereitungsklassen

App Entwicklung mit Internationalen Vorbereitungsklassen

Am 11. Oktober waren wir an der Stadtteilschule Am Heidberg und haben mit geflüchteten Jugendlichen aus drei internationalen Vorbereitungsklassen Apps entwickelt. Dabei wurde viel gelernt und viel gelacht – doch nicht nur die Schülerinnen und Schüler haben viel gelernt:

Die Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Herkunft und Muttersprache machten sich am Vormittag mit dem Tool App Inventor vertraut und sollten im Laufe des Tages die Grundlagen der Programmierung lernen und eine eigene App entwickeln.

image

 

Die Jugendlichen der drei Internationalen Vorbereitungsklassen stammen aus unterschiedlichen Ländern, etwa Syrien, Afghanistan oder Ägypten. Sprach- und Computerkenntnisse waren sehr unterschiedlich: Einige waren recht schnell und haben selbständig gearbeitet, andere brauchten länger und waren auf die Hilfestellung von anderen angewiesen.

Doch was zunächst wie eine große Herausforderung klingt, war in der praktischen Umsetzung kein Problem. Der App Inventor eignet sich als Tool sehr gut, da sich die Jugendlichen durch die Visuelle Programmierung trotz vorhandener Sprachbarrieren aktiv mit dem Programm auseinandersetzen können und von einfachen, schnellen Erfolgserlebnissen profitieren.

image
image

 

Auch die Lernkarten, mit denen die Jugendlichen arbeiten, ermöglichen eine differenzierte Vorgehensweise in heterogenen Gruppen. So konnte jedes Zweierteam in seinem eigenen Tempo lernen und programmieren. Da die Lernmaterialien zudem in Textform als auch visuell aufbereitet sind, konnten sprachliche Verständnisschwierigkeiten leicht überbrückt werden. Und so hatten auch Schülerinnen und Schüler mit geringen Sprachkenntnissen schnell Erfolgserlebnisse.

Schnell war auch zu sehen, wie Schüler/innen, die selber schnelle Fortschritte machten, anderen Jugendlichen am Computer oder beim Übersetzen bestimmter Begriffe halfen – denn schließlich bedeutet Programmieren auch Teamwork!

Vor der Mittagspause konnten die Jugendliche bereits ihre ersten selbstgebauten Apps auf dem Smartphone oder Tablet testen.

Eine steile Lernkurve  – es wurde viel gelernt und viel gelacht!

Besonders hat uns die steile Lernkurve der Jugendlichen beeindruckt. Denn während die Schülerinnen und Schüler ihre erste eigenen App programmierten, wurden nebenbei auch viele weitere Kenntnisse erworben und gefestigt.

  • Digitale Kompetenzen: Dabei wurden nicht nur die Grundlagen der App Entwicklung und wichtige Konzepte der Informatik erlernt, sondern auch allgemeine EDV Kenntnisse gefestigt (hoch- und runterladen von Dateien, Arbeiten in Ordnerstrukturen, uvm.)
  • Selbstvertrauen: Die rasch zu erlernende Programmierumgebung bereitete auch Schülerinnen und Schülern mit wenig Sprachkenntnissen viel Spaß. Die Jugendlichen hatten schnell Erfolgserlebnisse und bekamen Selbstvertrauen.
  • Sprachkenntnisse: Auch die Sprachkenntnisse wurden verbessert – am Ende hatten alle Jugendlichen viele neue deutsche, aber auch englische Begriffe gelernt!

 

Während sich einige Jugendliche am frühen Morgen noch schwer damit taten, die URL in die Adressleiste das Browserfensters zu tippen (http://…), präsentierten sie am Nachmittag bereits ihre selbst entwickelte App – was für ein Erfolg!

image

Nicht nur die Jugendlichen hatten Spaß…

Gefreut hat uns auch, dass der Workshop nicht nur den Schülerinnen und Schülern viel Spaß gemacht hat, sondern auch der betreuenden Lehrerin:

… ich bin mega stolz auf meine beiden eigene Apps, die ich gestern geschaffen habe und sie funktionieren sogar fehlerfrei.


Wir danken allen Lehrerinnen und Jugendlichen: Wir hatten sehr viel Spaß mit euch und freuen uns auf viele weitere Kurse mit internationalen Klassen!

Weitere Infos zu unserem Workshopangebot für internationalen Vorbereitungsklassen sind hier zu finden.