Amazon Besuchertouren für Schulklassen

In diesem Jahr hat das Unternehmen Amazon seine Bildungsinitiative „Amazon Future Engineer“ (kurz AFE) auch in Deutschland gestartet. In mittlerweile sechs Ländern möchte Amazon mit diesem Programm Kindern und Jugendlichen den Zugang zur Informatikbildung erleichtern und ihnen damit bessere Zukunftschancen bieten. Auf der Amazon Future Engineer Website finden Lehrkräfte vielfältige kostenfreie Angebote wie Lehrmaterialien von code.org oder professionelle Fortbildungen wie die Zusatzqualifikation mit uns, App Camps.

Außerdem bietet Amazon seine virtuellen Besuchertouren inzwischen auch live für Schulklassen an. In unserem Interview erfahrt ihr, wie diese Touren ablaufen, wer teilnehmen kann und was Amazon in seinen Logistikzentren in punkto Nachhaltigkeit tut.

Wer bist du und was machst du?

Mein Name ist Patricia Schade und ich verantworte das virtuelle Besuchertouren-Programm bei Amazon in Deutschland.

Was genau sind die AFE Besuchertouren für Schulklassen?

Bei unseren virtuellen AFE-Touren, besuchen Lehrkräfte mit ihren SchülerInnen einige Logistikstandorte von Amazon in Deutschland. Wir zeigen live, was hinter den Kulissen passiert, also nachdem man einen Artikel bei Amazon bestellt hat. Dazu gehört auch, wie Informatik, hochmoderne Technik und Menschen als Team zusammenarbeiten. Außerdem zeigen wir, wie Algorithmen, maschinelles Lernen, Robotik und Sensorik in unseren Logistik-Prozessen im Einsatz sind. Wir haben für jede Tour spezielle Guides, die durch die Tour führen und Fragen beantworten. Unsere Besuchertouren richten sich explizit an Kinder und Jugendliche, vor allem in der Berufsvorbereitungsphase.

Wann finden die Touren statt und wo kann man sich anmelden?

Die AFE-Touren finden derzeit jeden Dienstag um 10:30 Uhr statt. Sie dauern insgesamt eine Stunde (45 Minuten Live-Tour + 15 Minuten Live-Fragen und Antworten). Die aktuellen Termine findet man hier auf unserer Touren-Website.

Gibt es eine Altersbeschränkung oder können alle Klassen teilnehmen?

Wir empfehlen die Tour als Teil der Berufsorientierung vor allem für SchülerInnen der Klassenstufe 8 bis 10. Grundsätzlich enthält die Tour aber Inhalte, die für jede Klassenstufe geeignet sind.

Warum hat Amazon Future Engineers die Touren ins Leben gerufen?

Wir laden SchülerInnen ein, die Welt der Informatik und Robotik gemeinsam mit unseren Tour Guides zu entdecken. Dabei ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass alle die gleichen Möglichkeiten und Einblicke bekommen, IT-Berufe kennenzulernen. Wir wollen, dass die digitalen Talente von morgen so bunt sind, wie unsere Gesellschaft.

Wie viele Standorte von Amazon gibt es in Deutschland und machen alle bei den Touren mit? 

Derzeit zählen wir 17 Logistikzentren in Deutschland, davon öffnen vier ihre virtuellen Pforten und geben einen Blick hinter die Kulissen. Die Standorte DUS2 in Rheinberg sowie LEJ1 in Leipzig sind mit jeweils 10 und 15 Jahren vergleichsweise ältere Standorte ohne Roboter-Einsatz, aber mit dennoch ausgetüftelter Technologie. Mit den Standorten HAM2 in Winsen/Luhe sowie FRA7 in Frankenthal, ermöglichen wir Einblicke in unsere Robotics-Standorte. Die Transportroboter unterstützen die KollegInnen vor Ort, indem sie die Regale an die Arbeitsstationen fahren und damit Laufwege einsparen. Genau dieser Mix aus verschiedenen Standorten und der direkte Vergleich machen unsere Touren so interessant.

Gibt es Vorbereitungsmaterialien zu den Touren?

Ja. Unser kostenloses Begleitmaterial für Lehrkräfte bietet PädagogInnen Folien und Arbeitsblätter, die an internationale Informatikbildungsstandards ausgerichtet sind. Die Verwendung dieser unterrichtsbegleitenden Materialien vertieft die Vorbereitung und damit die Tourerfahrung für die SchülerInnen.

Das Thema Nachhaltigkeit ist für viele wichtig. Was unternimmt Amazon, um nachhaltiger zu werden? Was passiert mit Artikeln, die zu Amazon zurückgeschickt werden?

Auch Amazon liegt Nachhaltigkeit sehr am Herzen. So haben wir es uns selbst zur Pflicht gemacht, das Pariser Klimaabkommen bereits zehn Jahre früher umzusetzen und bis 2040 CO2-neutral zu sein. Auch die seit letztem Jahr zusätzlichen 800 Elektrofahrzeuge unserer Amazon Logistics-Flotte helfen dabei, den CO2-Fußabdruck deutlich zu reduzieren. Zudem spielen erneuerbare Energien und das Einsparen von Verpackungsmaterial eine wesentliche Rolle.

Unser Ansatz ist der Aufbau eines umfassenden Kreislaufwirtschaftsprogramms mit dem Ziel, Retouren zu reduzieren, Produkte wiederzuverwenden und weiterzuverkaufen. Für Produkte, die nicht weiterverkauft werden können, finden wir Lösungen. In Deutschland arbeitet Amazon zum Beispiel mit der gemeinnützigen Plattform innatura zusammen, die Sachspenden an lokale karitative Organisationen wie etwa die Tafeln vermittelt und die wir seit 2013 unterstützen. Allein auf diesem Wege haben mehr als 1.000 soziale Organisationen Amazon Spenden erhalten und rund 500.000 bedürftige Menschen profitiert.

Alle SchülerInnen haben während der Tour die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Was sind typische Fragen, die ihr bekommt?

Unsere jungen Gäste beobachten das Gezeigte genau und fragen viel nach dem Wieso-Weshalb-Warum. Gern greifen wir all die Fragen rund um Amazons Logistik und den Prozessen auf, teilen die ein oder andere Anekdote und stehen Rede und Antwort zu den noch so neugierigsten Fragen.

Herzlichen Dank für das informative Interview, liebe Patricia.

Weitere Informationen zum Programm von Amazon Future Engineer findet ihr auf der zugehörigen Website. Die Anmeldung für die Besuchtertouren findet ihr hier.